Chancen auf Sichtwechsel

19.06.2022
2/2022

Sie ist Gastgeberin aus Leidenschaft: Hotelfachfrau Sabrina Nickel macht gerne Menschen glücklich. Konflikte sieht sie deshalb auch als Chance: auf einen Austausch und einen Sichtwechsel. Die Norddeutsche wirkt als Director of Operations bei Mövenpick Hotel am Zürcher Flughafen.

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Sabrina Nickel
Director of Operations
Mövenpick Hotel Zurich Airport

Was macht dich aus?

Im Privaten sollte man diese Frage wohl eher meinem Partner oder meinen Freunden stellen. Im Beruflichen ist es sicher meine Sozialkompetenz. Ich mag einfach Menschen und habe gerne Kontakt zu ihnen. In meiner Branche, der Hotellerie, habe ich das natürlich auf verschiedenen Ebenen – zum einen mit meinen Gästen und ihren Bedürfnissen und Erwartungen, die es zu erfüllen gilt, und zum anderen natürlich mit meinen Mitarbeitenden, die zum Teil aus ganz unterschiedlichen Kulturen kommen, wo es gefragt ist, diese zu verstehen und das jeweilige Tun und Handeln zu hinterfragen.

Was bedeuten Konflikte für dich?

Konflikte sind immer Herausforderungen, die es anzunehmen gilt. Es sind Chancen, sich auszutauschen und die Sicht auf die Dinge vielleicht auch mal zu ändern.

Wo kommst du her?

Ich bin mit zwei jüngeren Brüdern wohlbehütet in einem Dorf in Norddeutschland aufgewachsen. Schon als Jugendliche hatte ich den Traum, in Hamburg zu leben, den ich mir dann nach meiner Hotelfachausbildung erfüllt habe. Von dort zog es mich dann vor neun Jahren in die Schweiz.

Wie und in welchen Themen hat dich das geprägt?

In meiner Kindheit und Jugendzeit hat es mir selten an etwas gefehlt, aber meine Eltern haben meinen Brüdern und mir schon früh beigebracht, dass Geld nicht einfach auf Bäumen wächst, sondern dass man auch etwas dafür tun muss. Als Teenager habe ich daher Nachhilfe gegeben, Babysitting gemacht und später während des Abiturs bei McDonald’s gearbeitet. Dieser Job hat mich sehr geprägt, denn da wurde der Weg zur Gastronomie/Hotellerie erst richtig geebnet. Dort habe ich gemerkt, wie glücklich es mich macht, Gastgeberin zu sein.

Was treibt dich an im Leben?

Die Dankbarkeit anderer – egal ob Kind oder Erwachsener. Manchmal sind es einfach auch nur Kleinigkeiten, die anderen Freude bereiten und ihnen ein Lächeln aufs Gesicht zaubern.

Wie kannst du andern am besten helfen?

Indem ich ein offenes Ohr habe – ich höre zu und versuche zu verstehen und weiterzuhelfen.

Was ist dein grösstes Ziel für die Zukunft?

Mein grösstes Ziel ist es, mal selbstständig ein kleines Hotel oder auch ein Café am See zu besitzen. Wichtig dabei ist für mich, dass ich auch da nahe an meinen Gästen sein kann.

Was braucht es, um das Ziel zu erreichen?

Noch ein wenig Zeit – denn ich möchte weiter Erfahrungen sammeln und natürlich stetig mein Netzwerk erweitern. Dazu tragen sicherlich mein jetziger Job bei und die Tätigkeit im Vorstand Swiss Leaders Züri Land!