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02.12.2021
4/2021

Fortschrittliche Unternehmen gehen angesichts der Tempospirale bei der Digitalisierung für Innovationsprozesse über die Firmengrenzen hinaus und aktivieren externes Expertenwissen – insbesondere das der jungen Generation. Sie setzen auf Perspektivenwechsel, frische Impulse, kühne Ideen, Bereicherung und Neuausrichtung.

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Ideen gewinnen mit «Disrupt me»-Workshops und Innovation Labs

     

     

Eine punktuelle Zusammenarbeit mit jungen Externen ist für praktisch jede Art von Pioniervorhaben sehr gut geeignet. Dabei unterscheiden wir wie folgt:

Change-Massnahmen wollen Existierendes verändern, verbessern und weiterentwickeln, vergleichbar mit einem Chamäleon, das je nach Umgebung seine Hautfarbe wechselt, um sich besser anzupassen und so zu überleben.

Bei der Transformation geht es um einen Umwandlungsprozess, also um die Entstehung von etwas Neuem, vergleichbar mit einem Schmetterling, der sich von der Raupe über die Verpuppung zu einem bezaubernden Wesen entwickelt.

Bei einer Disruption wird ein bestehendes Geschäftsmodell, eine bekannte Technologie, eine übliche Dienstleistung oder eine tradierte Kategorie durch eine auftauchende Neuheit abgelöst und (fast völlig) verdrängt. 

Geht es um Transformations- und Disruptionsprozesse, dann können «Disrupt me»-Workshops und/oder Innovation Labs eine wertvolle Hilfe sein.

     

«Disrupt me»-Workshop

Bahnbrechende neue Produkte, Services oder Geschäftsmodelle lassen sich sehr gut in «Disrupt me»-Workshops entwickeln. Dazu laden Sie eine grössere Anzahl junger Menschen aus der Start-up-Szene verschiedener Branchen zu sich ein. Aufgabe der Teilnehmenden ist es, nach gangbaren Wegen zu suchen, um Sie disruptiv zu zerstören. Hierfür stellen Sie zunächst Ihr derzeitiges Geschäftsmodell vor.

Danach macht man in kleinen heterogenen Gruppen ein Brainstorming, um Angriffsideen zu entwickeln. Die interessantesten Ideen werden zur weiteren Bearbeitung ausgewählt. Im Rahmen von Präsentationen, neuerdings Pitches genannt, treten die Teilnehmergruppen gegeneinander an. Idealerweise wird bereits am gleichen Abend entschieden, was davon umgesetzt wird, damit nichts versandet.

     

Innovation Labs 

Innovative Projekte kann man auch mit einem externen Innovation Lab zusammen entwickeln. Dabei stellt man zunächst sein zu bearbeitendes Projekt vor. Daraufhin wird eine Gruppe aus Gründern, Künstlerinnen, Kreativen, Coaches, Studierenden und Expertinnen aus unterschiedlichen Disziplinen zusammengestellt.

Die Teilnehmenden würden sich in dieser Kombination normalerweise nie treffen. Doch genau das macht die richtige Mischung aus. Denn je mehr Diversität es in einer Gruppe gibt, desto mehr neuartige und zugleich facettenreiche Lösungen sind möglich – und kommen wirklich zustande. Die situativ zusammengestellte Gruppe bearbeitet in einem Tagesworkshop das Projekt und stellt dem Kunden oder der Kundin dann ihre Empfehlungen vor.

     

Anne M. Schüller ist Managementdenkerin, Keynote Speaker, mehrfach preisgekrönte Bestsellerautorin und Businesscoach. Ihr jüngstes Buch «Die Orbit-Organisation – In 9 Schritten zum Unternehmensmodell für die digitale Zukunft» ist 2019 im GABAL-Verlag erschienen. ISBN: 978-3-86936-899-3